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Regenrückhaltebecken und ihre Überwachung
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Regenrückhaltebecken fangen bei starken Regenfällen überschüssiges Wasser auf. Das Wasser wird zeitweise gespeichert und kontrolliert an die umliegenden Gewässer oder in die Kanalisation abgegeben. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Erdbecken und Betonbecken.

Erdbecken

Erdbecken sind naturnahe Regenrückhaltebecken, die leicht an das Gelände und die spezifischen Bedürfnisse angepasst werden können. Sie sind vergleichsweise günstig, vor allem weil wenig Baumaterial nötig ist. Ausserdem fördern Sie die Biodiversität und können, je nach Gestaltung, Lebensräume für verschiedene Pflanzen- und Tierarten schaffen. Ein Nachteil von Erdbecken ist der große Platzbedarf, weswegen sie vor allem in ländlichen Gebieten und weniger in Städten gebaut werden. Zudem benötigen Sie aufgrund der sich darin befindenden Vegetation regelmaßige Pflege.

Betonbecken

Betonbecken sind künstlich angelegte Becken, die aus Beton oder einer Kombination aus Beton und anderen Materialien hergestellt werden. Sie sind besonders robust und langlebig und benötigen weniger Platz. In der Regel werden sie in Städten eingesetzt und befinden sich oft "unsichtbar" unter Erde. Der große Nachteil sind die hohen Errichtungskosten, umgekehrt ist der Pflegeaufwand in der Regel geringer.

Regenrückhaltebecken in Hennef

Ein wichtiger Punkt für das Abwassermanagement ist die Überwachung der Erdbecken bzw. des Wasserstandes. Gerade bei abgelegenen Becken gibt es hierfür nicht immer die dafür notwendige Infrastruktur, z.B. Strom- und Internetanschluss. Im Rahmen des Crowdwater-Projektes sollen an vier Erdbecken (Hüchel, Darscheid, Uckerath, Hollenbusch) Pegelsensoren installiert werden, die über LoRaWAN den Wasserstand an die Leitzentrale der Stadtbetriebe übermitteln.