Die meisten Verkehrsflugzeuge senden Positionssignale aus, die einfach und unverschlüsselt zu empfangen sind. Dadurch soll die Gefahr von Kollisionen verringert werden, denn Flugzeuge können sich so gegenseitig direkt erkennen. Bodengestützte Radaranlagen und Fluglotsen sind nicht notwendig - ein Vorteil für dünn besiedelte Gebiete und über dem Meer.
Diese ADB-S Signale haben eine Reichweite von bis zu 350 Kilometern und beinhalten vor allem folgende Informationen:
- Flugzeugkennung
- Flugnummer
- Geschwindikeit
- Höhe
- Richtung
- Vertikalgeschwindigkeit (Höhenänderungen)
Ausgestattet mit einer speziellen Software können Flugzeuge erkennen, ob sie auf Kollissionskurs sind, den Piloten warnen und/oder und gegebenenfalls (automatisch) Kurskorrekturen vornehmen.
Es gibt zahlreiche Webseiten und Apps, auf denen der weltweite Flugverkehr in Echtzeit beobachtet werden kann. Oft werden zusätzlich Flugzeugtyp, Gesellschaft, Start- und Zielflughafen genannt. Diese Informationen sind in den ADB-S Signalen nicht enthalten und stammen aus Datenbanken der App-Anbieter und von Fluggesellschaften.
Die private bzw. hobbymässige Empfang der Daten ist relativ einfach. Mit vielen handelsüblichen DVB-T-Antennen können die Signale empfangen werden, für die Anzeige und Auswertung reicht ein leistungsschwacher Rechner. Oft wird dafür ein Raspberry Pi eingesetzt, für den es auch kostenfreie Software für die "Radardarstellung" gibt. Selbst mit der einfachsten Ausstattung können Flugzeuge über hunderte Kilometer erfasst werden - natürlich abhängig von der Position der Antenne.