Bodensensoren, wie sie zum Beispiel im Schaugarten und Kräutergarten eingesetzt werden, können eine große Hilfe bei der richtigen Beplanzung und Pflege von Gärten ein. Nachfolgend ein kurzer Überblick über die Bedeutung und Zusammenhänge der üblichen Messwerte.
Bodenfeuchtigkeit
Wasser löst die Nährstoffe und Minerale im Boden und ermöglicht es den Pflanzen diese aufzunehmen. Innerhalb der Pflanze dient es als Transportmittel und ermöglicht so den Stoffwechsel einer Pflanze. Ein zu nasser Boden kann ebenso schädlich sein wie ein zu trockener. Die Bestimmung der Bodenfeuchtigkeit und die daraus folgenden Rückschlüsse für die richtige Bewässerung sind schwierig. Die betrifft z.B. die Positionierung der Sensoren, da das optimale Bodenumfeld für die einzelnen Pflanzungen sehr unterschiedlich sein kann. Dennoch, die durch Sensoren ermittelten Werte können wertvolle Anhaltspunkte für die Pflege und Weiterentwicklung eines Gartens sein.
Wird das aktuelle pflanzenverfügbare Wasser auf die nutzbare Feldkapazität bezogen, erhält man die Bodenfeuchte in 'Prozent nFK'. Die nutzbare Feldkapazität nFK gibt an, wie viel Wasser bei wassergesättigtem Boden für eine Pflanze maximal verfügbar ist. Sie hängt von der Zusammensetzung des Bodens ab. So hat z.B Ton eine nFK von 12%, während Schluff 28% aufweist. D.h. eine Pflanze kann einem Schluff-Boden deutlich mehr Wasser entnehmen als einem Ton-Boden. Der Boden im Schaugarten ist Tonlehm mit ca 12-18% nFK, während der Burggarten Tonschluffe aufweist mit bis zu 28% nFK.
Bodenleitfähigkeit
Die Leitfähigkeitsmessung ist eine Möglichkeit, um die ausreichende Versorgung des Bodens mit Nährstoffen und seinen Salzgehalt zu überprüfen. Nährstoffe wie Phosphor, Kalium, etc. müssen in ionischer Form im Wasser vorliegen, um über das Wurzelwerk in die der Pflanze zu gelangen und dort verwertet werden zu können. Die Ionen beeinflussen die Leitfähigkeit von Böden und können somit durch die Messung nachgewiesen werden. Eine Aussage über die Menge der einzelnen Nährstoffe ist nicht möglich, jedoch bietet die Leitfähigkeitsmessung wichtige Anhaltspunkte in Bezug auf die ausreichende Nährstoffversorgung des Bodens.
Bodentemperatur
Die Bedeutung der Bodentemperatur ist insbesondere im Fall von Frost offensichtlich. Ist Wasser im Boden gefroren, haben Pflanzen Probleme an Wasser zu kommen, da sie es nur in flüssiger Form aufnehmen können. Abgesehen davon könnte Wasser in den Leitbahnen der Pflanzen bei strengem Frost zu Eis gefrieren, das dann der Pflanze sehr schaden kann. Abgesehen von den Auswirkungen des Frosts, laufen chemische und biochemische Prozesse im Boden grundsätzlich umso schneller und intensiver ab, je höher die Bodentemperatur ist.